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Weitere persönliche Gedanken zum Thema Resilienz (und was mich motiviert, bestimmte Leistungen für Euch anzubieten)

In der Rubrik „Über mich“ habe ich Euch bereits erklärt, inwiefern meine eigene Geschichte mich dazu gebracht hat, mich mit Resilienz und der Weitergabe / dem Training um dieses Thema zu beschäftigen.

In meinem Leben gab es immer zwei ausgeprägte Interessen, zum einen die Mode, auf die ich in diesem Blog nicht weiter eingehen möchte, und Menschen zu helfen.

Begonnen hat dies in der Jugend, dort habe ich meinen Freundinnen und meiner Familie bereits als Ratgeber zu Seite gestanden. Meine Stärke war es schon dort, andere zu stärken und sie auf ihre Stärken aufmerksam zu machen. Mir war es schon immer eine große Freude analytisch an Probleme anderer heranzugehen und diese gemeinsam zu erörtern. Schon als Jugendliche wurde mir mitgeteilt, dass ich dafür eine sehr gute Gabe habe.

In meinem Studium habe ich mehr über die Hintergründe von psychischen Problemen erfahren können. Hier habe ich mich besonders für das Thema Essstörungen und Impulsivität interessiert. In diesem Bereich habe ich auch meine Diplomarbeit geschrieben. Aus diesem Grunde biete ich auch ein Seminar an mit dem Titel Resilienz für Angehörige von Menschen mit Essstörungen.

Weiterverfolgt habe ich dies im Rahmen meiner Ausbildung und ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Telefonseelsorge in Dortmund. Die Rückmeldung zu bekommen, jemandem geholfen zu haben, manchmal schlicht einfach nur, weil ich zugehört habe, tat und tut mir gut.  Auch in meinem Freundeskreis habe ich dies bis zur Geburt meiner Tochter betrieben.

Da mir aufgrund meiner Berufstätigkeit und meiner neuen Rolle als Mutter keine Zeit mehr bleibt, diese Gabe zu meiner Zufriedenheit zu nutzen, möchte ich es im Resilienztraining weitergeben.

Ich werde in meinem Leistungsangebot auch das Thema Resilienz im interkulturellen Kontext anbieten.

Dies ist mir ein besonderes Anliegen, da wie bereits an anderer Stelle auf dieser Homepage („Über mich“) erwähnt, ich selbst einen Migrationshintergrund habe. Mein Denken und meine Sozialisation sind deutsch. Zudem bin ich höchst emanzipiert. Mein Aussehen ist jedoch nicht deutsch, auf dieses wurde ich immer wieder angesprochen. In jüngeren Jahren habe ich mich weitaus häufiger dazu äußern müssen, als in heutiger Zeit. Woran das genau liegt, weiß ich nicht.

Ich möchte in diesem Zusammenhang erzählen, dass uns (damit sind meine Geschwister gemeint) die türkische Identität Stück für Stück genommen wurde. Im Heim wurde allein die Frage, ob wir weiter türkisch sprechen möchten, nicht gestellt – die zu sprechende Sprache war deutsch. Meine Schwester wurde missbilligend angesehen, wenn sie noch türkische Lieder hören oder singen wollte. Mir war es schon als kleines Kind klar, dass ich meine türkische Identität ablegen muss, um nicht schräg angeschaut zu werden. Ich bin überzeugt davon, dass die Erzieher dies nicht abwertend gemeint haben, es hat jedoch so auf mich und meine Geschwister gewirkt, was oft sehr schmerzhaft war. Mit der Adoption habe ich dann auch meinen türkischen Nachnamen abgelegt und damit ein weiteres Stück Identität.

Was habe ich gelernt? Verdränge das, woher Du kommst, was zu Dir gehört. Die Menschen um mich herum mochten diesen Teil von mir nicht. Er war ihnen fremd. Und darum soll es auch in dem Seminar gehen: Das fremde in gewisser Form zu akzeptieren und anzunehmen, um im Berufsleben besser damit umgehen zu können. Denn auch die zugezogenen Menschen haben eine Identität, die Menschen in unserer Gesellschaft akzeptieren müssen. Die ist vielen Menschen, auch in meiner Umgebung und besonders auch in sozialen Berufen nicht klar.  Mir ist jedoch auch eine Abgrenzung des einzelnen wichtig, wo liegen hier die Grenzen? Wie ist meine eigene Position zu dieser Problematik?

Ich selbst muss gestehen, dass die Vorkommnisse in Köln in der Silvesternacht 2015/2016 mich nachhaltig geprägt haben und ich mich in meiner eigenen Umgebung weniger sicher fühle seitdem.

Auch ich bin nicht davor geschützt, mich vor diesem Fremden schützen zu wollen und Pauschalisierungen zu formulieren. Der Ursprung liegt in der natürlichen Angst der Menschen vor Fremden. Bei dem einen ist er mehr ausgeprägt, manche sind offener für neues und meiden das Fremde weniger. Gründe dafür sind die eigene Sozialisation, wie auch Persönlichkeitsmerkmale, die schlichtweg unterschiedlich verteilt sind.

Ein Seminar, das möchte ich betonen, ist nicht in der Lage, binnen weniger Stunden alte Denkmuster komplett um 180Grad zu ändern. Jedes Seminar wird lediglich Denkanstöße bringen, immer auch so viel, wie der einzelne bereit ist, Erkenntnisse zu gewinnen, diese anzunehmen und im Alltag anzuwenden.

Ein Resilienztraining ist nicht in der Lage, Menschen resilient zu machen. Es ist jedoch in der Lage, Menschen ein anderes Bewusstsein für dieses Thema zu geben.

Wie man aus meinem Leben erkennen kann, bringe ich eigene Interessen und Themen mit in die Seminare ein und arbeite sie in diesen auf.

Zuletzt möchte ich auf den Klassiker unter den Resiliezkursen eingehen, das Seminar Resilienztraining für Berufstätige.

Ich selbst bin eine berufstätige Mutter. Der Spagat zwischen den alltäglichen Belastungen, einerseits dem Dasein eine erfüllende Mutter zu sein, andererseits einer erfolgreichen Berufstätigkeit nachzugehen, führt oftmals zu Stress und Überforderung. Es gibt Techniken, die man erlernen kann, mit denen der Umgang mit den hohen Ansprüchen erlernt werden kann, um den Alltag einfacher zu bewältigen.

Dieses Seminar biete ich sowohl für berufstätige Mütter, wie auch für Berufstätige mit dem Schwerpunkt in sozialen Berufen an. In dem Seminar möchte ich auf Altruismus eingehen und den Rückgang des Mitgefühls als Folge von vermehrtem Ausbrennen der Mitarbeiter in heutiger Zeit. Wo stehe ich als Einzelner? Bin ich gefährdet?

Ich hoffe, dass Euch meine  Themenwahl anspricht und ein Gefühl dafür aufgekommen ist, warum genau ich mich für genau diese Auswahl entschieden habe.

Für Anregungen, insbesondere auch Kritik bin ich dankbar, also einfach anschreiben!

Liebe Grüße und bis bald,

Durdane.